Barbara Stamm als Lebenshilfe-Vorsitzende bestätigt

Landtagspräsidentin Barbara Stamm wurde auf der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Bayern am 21. Oktober 2017 in Würzburg erneut zur Vorsitzenden gewählt. In ihrer engagierten Rede vor über 150 Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsorganisationen nannte Stamm die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in Bayern als eine der zentralen Aufgaben für die Zukunft: "Ich werde mich mit Nachdruck und aller Kraft dafür einsetzen, dass das Bundesteilhabegesetz im Sinne unserer gemeinsamen Resolution eine wirkliche Verbesserung für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien bringt!"

Barbara Stamm bleibt Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern (Foto: Bayerischer Landtag / Rolf Poss - Ausschnitt)

Der neue Vorstand der Lebenshilfe Bayern mit dem Landesgeschäftsführer (von links nach rechts): Dr. Jürgen Auer, Monika Haslberger, Johann Uhl, Gerhard John, Barbara Stamm, Hildegard Metzger, Josef Weinhuber, Kirsten Simon (Foto: Anita Sajer)

Der langjährige stellvertretende Vorsitzende, Klaus Meyer (Mitte) , erhält die Goldene Ehrennadel der Lebenshilfe Bayern (Foto: Anita Sajer)

Der Ausschuss Selbstvertreter/innen stellt sich und seine Arbeit auf der Jahrestagung vor (Foto: Anita Sajer)

Der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt empfängt die Lebenshilfe Bayern im Rathaus (Foto: Angelika Cronauer)

Resolution der Lebenshilfe Bayern
In der von der Mitgliederversammlung verabschiedeten Resolution fordert die Lebenshilfe Bayern die Bezirke als Leistungsträger dazu auf, die Menschen mit Behinderungen selbst, ihre Selbsthilfeorganisationen sowie die Leistungserbringer bei der Umsetzung des BTHG aktiv einzubeziehen. Die Bezirke müssten die Wünsche nach individuellen und personenzentrierten Hilfen auch und gerade für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen anerkennen und entsprechende Leistungen gewähren. Notwendige Teilhabeleistungen dürften nicht von der Eingliederungshilfe in die Pflege verschoben und damit gekürzt werden. Ebenso fordert die Lebenshilfe Bayern einen barrierefreien Zugang zu den Leistungen der Eingliederungshilfe, z. B. durch Informationen in leichter Sprache, möglichst unbürokratische Abläufe bei den Bezirken und deren Bereitschaft, die Entwicklung neuer und innovativer Angebote durch die Lebenshilfen in Bayern konstruktiv zu begleiten. Ziel müssen bayernweit einheitliche Leistungsstandards sein. Das Handeln aller Verantwortlichen muss letztendlich mehr Teilhabe und mehr Selbstbestimmung für alle Menschen mit Behinderungen bringen!

Diskussion mit den Bezirken
Auf der vorausgegangenen Jahrestagung der Lebenshilfe Bayern war das BTHG ebenfalls zentrales Thema. Dabei ging es insbesondere um die Rolle der Bezirke bei dessen Umsetzung in Bayern. Als Impulsgeber konnte der Präsident des Bayerischen Bezirketags und des Bezirkstags von Oberbayern, Josef Mederer, gewonnen werden. An der nachfolgenden Diskussionsrunde am Freitagnachmittag, 20. Oktober, nahmen auch die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Christa Naaß (Mittelfranken), der stellvertretende Bezirkstagspräsident Franz Schedlbauer (Niederbayern) sowie Bezirksrat Armin Grein (Unterfranken) teil.

Präsentation des Ausschusses Selbstvertreter/innen
Weiteres Hauptthema auf der Jahrestagung war die Lebenshilfe als Selbsthilfevereinigung. Die Mitglieder des jüngsten Landesausschusses der Lebenshilfe Bayern "Selbstvertreter/innen – Menschen mit Behinderungen" stellten dazu am Samstagvormittag, 21. Oktober, sich und ihre bisherige Arbeit vor.  

Würdigung von Klaus Meyer
Vor der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Bayern wurde der langjährige stellvertretende Vorsitzende, Klaus Meyer, für seinen außerordentlichen, unermüdlichen und vorbildlichen Einsatz für Menschen mit Behinderungen mit der Goldenen Ehrennadel der Lebenshilfe Bayern gewürdigt. Der Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe Kempten, der nicht mehr zu den Landesvorstandswahlen angetreten war, ist damit der erste Träger dieser neu geschaffenen besonderen Auszeichnung. Klaus Meyer hatte seit 1998 als stellvertretender Vorsitzender die Entwicklung der Lebenshilfe in Bayern entscheidend mitgeprägt.  

Neuer Vorstand der Lebenshilfe Bayern
In den Vorstand des Lebenshilfe-Landesverband Bayern wurden, neben Barbara Stamm als Vorsitzende, Hildegard Metzger (Würzburg) und Gerhard John (Nürnberger Land) als stellvertretende Vorsitzende gewählt sowie Johann Uhl (Dillingen) als Schatzmeister. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind: Monika Haslberger (Freising), Kirsten Simon (Aschaffenburg) und Josef Weinhuber (Regen). Als Revisoren wurden gewählt: Michael Hauke (Allgäuer Werkstätten Kempten) und Thomas Hofmann (Erlangen), als deren Stellvertreter Stefan Müller (Erlangen) und Ulrich Wustmann (Erlangen-Höchstadt).

Lebenshilfe Bayern
Der Lebenshilfe-Landesverband Bayern setzt sich seit nunmehr 55 Jahren als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen für die Anliegen und Interessen insbesondere von Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Familien ein. Der Verband hat heute über 160 rechtlich selbstständige Mitgliedsorganisationen, die gut 40.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien unterstützen, fördern und begleiten. Mit rund 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen hat die Lebenshilfe in Bayern ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe für Menschen mit Behinderungen aufgebaut: von den Frühförderstellen und Kindertageseinrichtungen über Schulen und Wohnangebote, Werkstätten und Freizeitmaßnahmen bis hin zur Tagesstruktur für alte Menschen mit Behinderungen. Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist seit 2001 Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfevereinigung, Fachverband und Einrichtungsträgerin. Sie ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig.

»Resolution der Lebenshilfe Bayern zur Umsetzung des BTHG
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