Barbara Stamm: Frühförderung nicht gefährden!

Von Anfang an bestmöglich fördern – das ist Aufgabe und Ziel von Frühförderung. Wichtig für die Kinder und ihre Familien ist, dass drohende Behinderungen und verzögerte Entwicklungen so früh wie möglich erkannt und gezielt behandelt werden. Mit großer Sorge verfolgt die Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Barbara Stamm, deshalb die immer wieder stockenden Verhandlungen mit den Krankenkassen-Verbänden in Bayern zu den medizinisch-therapeutischen Leistungen.

Notwendig und unverzichtbar: Förderung für die Kleinsten. (Foto: Lebenshilfe / David Maurer)

Bewährt und anerkannt

"Wir brauchen für die Interdisziplinären Frühförderstellen, die den Kleinsten und ihren Familien in unserer Gesellschaft frühzeitig helfen, dringend eine finanzielle Ausstattung, mit der sie ihre notwendigen und nachhaltigen Hilfen weiterhin umfassend erbringen können", so Stamm. Das bewährte bayerische und bundesweit anerkannte Frühfördersystem dürfe nicht leichtfertig in den aktuellen Verhandlungen gefährdet werden.

Interdisziplinär erfolgreich

Die Frühförderstellen der Lebenshilfe arbeiten interdisziplinär - also fachübergreifend. Sie bieten sowohl medizinisch-therapeutische, psychologische als auch sozial-, heil- und sonderpädagogische Hilfen an. Von den Krankenkassen werden dabei die medizinisch-therapeutischen Leistungen bezahlt. Dies sind Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie.

Schieflage in der Finanzierung

Seit mehreren Monaten werden nun die Vergütungssätze für diese Leistungen neu verhandelt. Aus Sicht der Lebenshilfe Bayern und anderer Verbände muss dabei eine bestehende Schieflage in der Finanzierung beendet werden. So seien die Sätze seit Jahren nicht kostendeckend. Auch entsprechen sie nicht der Entwicklung der Vergütungen, die niedergelassene Praxen für ihre medizinisch-therapeutischen Leistungen erhalten. Mit diesen arbeiten die Frühförderstellen der Lebenshilfe aber oft eng zusammen.

Ungleiche Vergütungen

Die ungleichen Vergütungen erschweren es den Frühförderstellen, ausreichend Fachkräfte zu gewinnen, die bestehenden Kooperationen mit niedergelassenen Praxen zu halten und letztendlich die dringend benötigten Hilfen weiterhin leisten zu können.

Lebenshilfe von an Anfang

Die Lebenshilfe in Bayern behandelt, fördert und unterstützt jährlich gut 9.000 kleine Mädchen und Buben und ihre Familien in etwa 80 Frühförderstellen in Bayern. Weitere Infos zur Frühförderung gibt es »hier.

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