Delegation der Lebenshilfe Brandenburg in Bayern

Wie werden alte Menschen mit geistiger Behinderung in Einrichtungen der Lebenshilfe Bayern unterstützt? Darüber hat sich nun eine Lebenshilfe-Delegation aus Brandenburg informiert. Die viertägige Inforeise wurde vom Ausschuss Wohnen des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern organisiert.

Stationen der Tour waren Einrichtungen der Lebenshilfen Weilheim-Schongau, Landsberg am Lech und Starnberg. Die neunköpfige Delegation der Lebenshilfe Brandenburg mit Landesgeschäftsführerin Susanne Meffert an der Spitze informierte sich dabei über die sogenannte Tagesstruktur für alte Menschen mit Behinderungen. Dieses Angebot wurde in den letzten Jahren vermehrt von den Lebenshilfen in Bayern auf- und ausgebaut. Die Delegation aus Brandenburg tauschte sich mit den bayerischen Kolleginnen und Kollegen insbesondere auch über die Themen gesteigerte Unterstützungs- und Hilfebedarfe im Alter, Demenz sowie Sterbebegleitung aus.

Der Lebenshilfe-Landesverband Brandenburg wurde 1990 von Eltern, Freunden und Förderern geistig, autistisch- und mehrfachbehinderter Menschen in Potsdam gegründet, welche sich bereits in örtlichen Lebenshilfe-Vereinigungen zusammengeschlossen hatten. Im Gegensatz zum Lebenshilfe-Landesverband Bayern ist der brandenburgische Landesverband selbst auch Träger von Einrichtungen der Behindertenhilfe, insbesondere von Wohnstätten, Ambulant Unterstütztem Wohnen sowie Offenen Hilfen.

Weitere Informationen zur Lebenshilfe Brandenburg gibt es unter http://www.lebenshilfe-brandenburg.de/index.shtml

An der Infotour durch Bayern nahm auch Michael Katzer von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen teil. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter begleitet er dort das Projekt "MUTIG". Damit will die Hochschule erforschen, wie die selbstbestimmte Teilhabe auch im hohen Alter gelingen kann. "MUTIG" steht für "Modelle unterstützter Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter innovativ gestalten". An dem Projekt sind unter anderem die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen und Bayern beteiligt, hier insbesondere die Lebenshilfen Freising und Schweinfurt.

Weitere Informationen zum Projekt "MUTIG" gibt es auf den Internet-Seiten der Hochschule.