Gedenken an die Opfer der NS-"Euthanasie"-Morde

Zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde legten Vertreterinnen und Vertreter der Lebenshilfe - unter ihnen auch der bayerische Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer - einen Kranz an der Blauen Wand in der Berliner Tiergartenstraße 4 nieder.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Lebenshilfe bei der Kranzniederlegung. Vorne von links: Ute Grczonkowski, Lars Kaiser, Karin Grunde, Lars Keßeler (alle vom Theater "Weltenbrecher" der Lebenshilfe Lüneburg) und Lebenshilfe-Bundesgeschäftsführerin, Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust. Hinten von links: Ingrid von Randow, Lebenshilfe Berlin, Uwe Schummer, MdB und Vorsitzender der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen, sowie Dr. Jürgen Auer. (Foto: Peer Brocke)

Unter dem Decknamen "Aktion T4" planten die Nationalsozialisten dort die Morde insbesondere an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Es wird geschätzt, dass dem sogenannten NS-"Euthanasie"-Programm europaweit 300.000 Menschen zum Opfer fielen.

"NS-Verbrechen dürfen nicht vergessen werden", so Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer. "Für uns als Lebenshilfe ist besonders wichtig, immer wieder an die Opfer dieser Verbrechen und menschenverachtenden Ideologie zu erinnern, an die unzähligen Mädchen und Buben, Jugendlichen und erwachsenen Frauen und Männer mit Behinderungen."

2014 wurde der Gedenk- und Informationsort mit der Blauen Wand an der Berliner Tiergartenstraße 4 eröffnet. Informationen dazu gibt es auf der offiziellen Website T4-Denkmal.

Die Kranzniederlegung der Lebenshilfe fand am 31. Januar im Rahmen einer Gedenkveranstaltung von Verena Bentele, der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, statt. Weitere Informationen hierzu und eine Pressemitteilung zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, der am 27. Januar begangen wird, gibt es auf den Internet-Seiten der Lebenshilfe-Bundesvereinigung.