Lebenshilfe trauert um Helmuth Coqui

Unser ehemaliges, langjähriges Vorstandsmitglied, Helmuth Coqui, ist verstorben. Die Lebenshilfe in ganz Bayern trauert um einen unermüdlichen und leidenschaftlichen Streiter für die Teilhabe von Menschen insbesondere mit schwersten und mehrfachen Behinderungen.

Helmuth Coqui (Foto: LH München)

Helmuth Coqui (Foto: LH München)

Inklusion für alle gefordert

Der Diplom-Ingenieur Helmuth Coqui war selbst Vater einer schwer mehrfachbehinderten Tochter und engagierte sich seit 1992 ehrenamtlich als Vorstandsmitglied der Lebenshilfe München. Von 1995 bis 2001 trieb er deren Entwicklung als Vorsitzender entscheidend voran. Er unterstützte dabei auch die Gründung der Münchner Lebenshilfe-Stiftung.

Coqui trat leidenschaftlich für die Inklusion insbesondere von schwerstbehinderten Menschen ein – sowohl in den eigenen Lebenshilfe-Einrichtungen als auch in der Gesellschaft insgesamt. Er war streitbarer Anwalt für die unbedingte Würde jedes Menschen und scheute keine ethische Debatte zur Teilhabe aller.

Einsatz auf Landes- und Bundesebene

Coqui engagierte sich darüber hinaus bayern- und bundesweit. Er war von 1998 bis 2005 Mitglied des Vorstandes der Lebenshilfe Bayern und begleitete dabei unter anderem die Landesausschüsse "Fortbildung" und "Offene Hilfen". Ebenfalls setzte er sich im Vorstand der Lebenshilfe-Bundesvereinigung (2000-2008) und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Bayern unermüdlich für die Belange von Menschen mit Behinderungen und deren Familien ein. Von 1994 bis 1998 war Coqui außerdem Mitglied des Bayerischen Landtags gewesen.

Trauer und Dankbarkeit

Helmuth Coqui verstarb am 29. Juni 2019 im Alter von 83 Jahren. Wir trauern mit seiner Familie und allen Weggefährten und sind dankbar für die gemeinsame Zeit bei der Lebenshilfe in Bayern.

Lebenshilfe München
Lebenshilfe-Bundesvereinigung