Mehr Mitbestimmung ermöglichen

Menschen mit Behinderungen müssen viel mehr Entscheidungen über ihre Lebensverhältnisse selbst treffen können. Darauf macht der Lebenshilfe-Landesverband Bayern zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember 2021 erneut aufmerksam.

Ziele der UN-BRK

Selbstbestimmung bei der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sowie Mitbestimmung bei der Art und Weise der Unterstützungsleistungen sind schließlich zentrale Ziele der UN-Behinderten-Rechts-Konvention (UN-BRK). Der zukünftigen Ausgestaltung des Betreuungsrechts kommt dabei eine wichtige Rolle zu.

Austausch zum Thema

Am Samstag, 27. November 2021, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten digitalen Fach-Tagung für Selbst-Vertreter*innen mit dem Thema "Rechtliche Betreuung – und dann?" darüber diskutiert. "Wir können selbst entscheiden, die rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer müssen uns dabei unterstützen", war eine Forderung der Kongress-Teilnehmenden.

Auch Hildegard Metzger, stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern, und Holger Kiesel, Behinderten-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung, begrüßten einen lang erwarteten Paradigmen-Wechsel, der die Aufgabenbereiche von rechtlicher Betreuung deutlicher im Sinne der betreuten Personen festlegt. "Niemand darf über meinen Kopf hinweg Entscheidungen treffen, die mein Leben angehen. Ich will, dass meine rechtliche Betreuerin alles mit mir bespricht und meine Meinung vertritt", sagte Claudia Franke, Vorsitzende des Landes-Ausschusses Selbst-Vertreterinnen und Selbst-Vertreter.

Das neue Gesetz zu den rechtlichen Betreuungen soll am 01.01.2023 in Kraft treten.

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Medien-Mitteilung