Tagung zum Bundesteilhabegesetz

Wie geht es weiter mit dem Bundesteilhabegesetz und seiner Umsetzung in Bayern? Darüber diskutierten über 50 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Lebenshilfe Bayern auf einer zweitägigen Tagung in Augsburg.

Katja Heinrich, Landesgeschäftsführerin der Lebenshilfe Thüringen, zu Gast bei ihrem bayerischen Kollegen, Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer, auf der Lebenshilfe-Tagung in Augsburg - beide links im Bild stehend (Foto: Anita Sajer)

Katja Heinrich, Landesgeschäftsführerin der Lebenshilfe Thüringen, zu Gast bei ihrem bayerischen Kollegen, Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer, auf der Lebenshilfe-Tagung in Augsburg - beide links im Bild stehend (Foto: Anita Sajer)

Als Gäste konnte Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer seine Kollegin von der Lebenshilfe Thüringen, Katja Heinrich, sowie Thomas Bannasch von der LAG Selbsthilfe in Bayern begrüßen, ebenso wie die Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe, Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust.

Die thüringische Landegeschäftsführerin Katja Heinrich zeigte in ihrem Vortrag auf, wie die Lebenshilfe als Elternverband und Selbsthilfevereinigung, als Fachverband und Einrichtungsträgerin die gleichberechtigte und umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderungen begleiten, fördern und unterstützen kann. Dies sei schließlich der Auftrag aus dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) und der UN-Behindertenrechtskonvention. Wichtig sei, dass die Lebenshilfe bei der Umsetzung des BTHG immer auch die Anliegen von schwerst-mehrfachbehinderten Menschen im Blick habe, die nicht für sich selbst sprechen könnten. Heinrich legte in Augsburg die gemeinsamen Positionen der 16 Lebenshilfe-Landesverbände dar, die sich in einer Konferenz der Geschäftsführungen regelmäßig zum BTHG und weiteren behindertenpolitischen Themen austauschen.

Der Landesgeschäftsführer der LAG Selbsthilfe in Bayern, Thomas Bannasch, wiederum informierte über die Rolle und Erwartungen der Selbsthilfe bei der Umsetzung des BTHG in Bayern. Die LAG ist die Dachorganisation von derzeit 110 Selbsthilfeverbänden behinderter und chronisch kranker Menschen und ihren Angehörigen in Bayern. Die Lebenshilfe Bayern ist seit vielen Jahren Mitglied der LAG Selbsthilfe. Erst vor kurzem war Bannasch zu Gast im Lebenshilfe-Landesausschuss Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter. Infos dazu gibt es hier.

Die Lebenshilfe-Bundesgeschäftsführerin Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust sprach in Augsburg schließlich noch über ein anderes wichtiges Thema, nämlich über das Konzept und die ersten Erfahrungen mit Bubl. Die bundesweite unabhängige Beschwerdestelle für die Lebenshilfe war im Dezember letzten Jahres gestartet. Infos zu Bubl gibt es hier.

Weitere Themen auf der Tagung waren unter anderem die Finanzierung von Förderschulen, die Ausweitung von Heilpädagogischen Fachdiensten, die neue Richtlinie für die Offene Behindertenarbeit sowie die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.

Die Tagung für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der bayerischen Lebenshilfen fand am 25. und 26. April 2018 in Augsburg statt.

Die nächste Tagung ist für den 17. Oktober 2018 in Nürnberg geplant. Weitere Infos gibt es unter Veranstaltungen.