Teilhabe auch in Pandemie ermöglichen

Corona gefährdet die Inklusion. Das ist das alarmierende Ergebnis einer Studie des Netzwerkes Inklusion im Landkreis Tirschenreuth. Damit werden die Erfahrungen der Lebenshilfe Bayern insgesamt bestätigt, so Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer. "Wir fordern deshalb erneut, dass auch in Zeiten einer Pandemie Schutz und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen besser abgewogen werden."

Besondere Lebenslagen beachten (Bild "Zeigen": Lebenshilfe Bremen - Illustrator Stefan Albers vom Atelier Fleetinsel im Jahr 2013)

Besondere Lebenslagen beachten (Bild "Zeigen": Lebenshilfe Bremen - Illustrator Stefan Albers vom Atelier Fleetinsel im Jahr 2013)

Corona und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Die Studie zeigt, dass Inklusion in Politik und Gesellschaft noch nicht fest verankert ist. Menschen mit Behinderungen und ihre Familien sind vor allem zu Beginn der Pandemie bei Corona-Maßnahmen oft schlicht vergessen worden. Unterstützung und Entlastung fielen plötzlich weg, Informationen kamen zu spät und waren schwer verständlich. "Das mussten wir auch auf Landes- und Bundesebene immer wieder feststellen", erläutert Auer. "Wir appellieren deshalb an die Politik, weiter aus diesen Erfahrungen zu lernen!" Denn Inklusion könne nur gelingen, wenn bei allen nötigen Maßnahmen ganz selbstverständlich auch die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und deren besondere Lebenslagen beachtet werden.

Studie in Kooperation mit Lebenshilfe Tirschenreuth

Die Studie wurde vom Netzwerk Inklusion in Kooperation mit der Lebenshilfe Tirschenreuth durchgeführt. Deren Geschäftsführer Berthold Kellner ist oberpfälzischer Bezirkssprecher der Lebenshilfe Bayern. Für die Studie waren zwei Gruppen zu ihren Erfahrungen im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 befragt worden: Dazu gehörten Selbst-Vertreter*innen mit Behinderungen, Angehörige und Personen mit öffentlichen Funktionen im Bereich Inklusion sowie soziale Einrichtungen, Vereine und öffentliche Institutionen aus dem Bereich Inklusion.

Weitere Informationen, Kontaktdaten und die regionale Studie selbst finden Sie hier.

Lebenshilfe-Landesverband Bayern

Unter dem Motto "Miteinander – Wir gestalten Teilhabe" setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband Bayern seit fast 60 Jahren als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Der Verband hat heute 160 Mitglieds-Organisationen, die über 40.000 Menschen mit Behinderungen unterstützen, fördern und begleiten. Die Lebenshilfe in Bayern hat ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut – mit etwa 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen. Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist seit 2001 Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung, als Fachverband und Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Wir danken bereits vorab herzlich für Ihre Berichterstattung.

Medien-Mitteilung

Wir danken bereits vorab herzlich für Ihre Berichterstattung.