Werkstätten: Stellungnahmen zur Medien-Berichterstattung
Werkstätten fördern, bilden und unterstützen Menschen mit Behinderungen, die nicht oder noch nicht (wieder) auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können. Sie sind Einrichtungen der Eingliederungshilfe und erfüllen einen gesellschaftlich wertvollen Auftrag. Die Lebenshilfe Bayern teilt deshalb die Stellungnahmen der Arbeitsgemeinschaften der Werkstätten auf Landes- und Bundesebene zur aktuellen Medien-Berichterstattung.
© Lebenshilfe - David Maurer
Stellungnahmen der Arbeitsgemeinschaften auf SZ-Artikel
Zum Hintergrund: Die “Süddeutsche Zeitung” (SZ) berichtete am 24. Juli 2025 zur Arbeitsmarkt-Situation in Deutschland und einem vermeintlichen Zusammenspiel von Ausgleichsabgabe, Unternehmen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Der Titel des Artikels lautete: “Arbeitsmarkt – Wie Unternehmen Inklusion vermeiden – und davon profitieren”. Darin wird der Begriff “Hintertür” verwendet. In einem Social Media-Post der SZ über die eigene Recherche zum Artikel steht sogar der Begriff “Wohlfahrtsmafia”.
Die Landes- und Bundes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM Bayern und BAG WfbM) haben öffentlich zu dieser einseitigen Berichterstattung Stellung genommen.
Diese Stelllungsnahmen unterstützt und teilt der Lebenshilfe-Landesverband Bayern. Der Verband sowie viele bayerische Lebenshilfe-Werkstätten sind Mitglied in der LAG WfbM Bayern.
Wir verlinken im Folgenden auf die Webseite der LAG WfbM Bayern und der BAG WfbM sowie der SZ:
Stellungnahme der LAG WfbM Bayern vom 5. August 2025
Angebote für Arbeit, berufliche Bildung und Persönlichkeitsentwicklung
Werkstätten bieten vielfältige Teilhabe am Arbeitsleben und setzen sich seit jeher für eine bedarfsgerechte (Weiter-)Entwicklung von Leistungen ein. Sie sind Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Ihre Aufgaben sind gesetzlich festgelegt.
In Lebenshilfe-Werkstätten werden vor allem Menschen mit geistiger Behinderung beruflich gebildet, beschäftigt und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.
In Bayern gibt es 38 Lebenshilfe-Träger von Werkstätten mit 178 Standorten sowie 46 Lebenshilfe-Träger von Förderstätten für Erwachsene mit 58 Standorten. Darüber hinaus bieten 20 Lebenshilfe-Träger sogenannte Inklusionsunternehmen mit 27 Standorten an. Die Werkstätten bieten 17.662 Plätze an, die Förderstätten 1.939 und die Inklusionsunternehmen 190 Plätze. (Alle Zahlen zum Stichtag 31.12.2024).
Kontakt zu Werkstätten und Werkstatträten
Die bayerischen Lebenshilfen sind offen für Besuche von Redaktionen, Politik und Öffentlichkeit, um sich ein Bild vor Ort zu verschaffen. Viele veranstalten jährlich einen “Tag der Offenen Tür” und beteiligen sich an bundesweiten Aktionen wie “Schichtwechsel”.
Kontakt zu bayerischen Lebenshilfe-Werkstätten unter Netz der Hilfe.
Kontakt zur Arbeits-Gemeinschaft der bayerischen Werkstätten unter WfbM Bayern.
Ebenso ist der Kontakt zu Werkstatträten möglich. Sie werden von den Beschäftigten mit Behinderungen gewählt und vertreten deren Interessen in den Einrichtungen selbst. Die Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte in Bayern ist darüber hinaus auf Landesebene aktiv.
Kontakt zur Arbeits-Gemeinschaft der bayerischen Werkstatt-Räte unter LAG WR Bayern
Lebenshilfe-Landesverband Bayern: Teilhabe gestalten
Unter dem Motto “Miteinander – Wir gestalten Teilhabe” setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband seit 1962 als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Heute hat der Verband mit Sitz in Erlangen gut 160 Mitgliedsorganisationen. Diese unterstützen, fördern und begleiten über 50.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien.
Die Lebenshilfe Bayern hat ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut – mit etwa 1000 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen: Interdisziplinäre Frühförderstellen und Kindertageseinrichtungen, Förderschulen und Heilpädagogische Tagesstätten, Elternberatung, Wohnangebote und Werkstätten, Offene Hilfen und Familienentlastende Dienste, Kultur- und Freizeittreffs sowie Tagesstruktur für ältere Menschen mit Behinderungen.
Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist Staatsministerin a. D. Carolina Trautner. Sie ist Mitglied des Bayerischen Landtages (MdL). Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung, als Fachverband und Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe.
