Sozialräume für alle schaffen

Teilhabe und Inklusion gelingen nur im Miteinander. Dafür braucht es gemeinsame Sozialräume für Menschen mit und ohne Behinderungen. Das betont die Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Barbara Stamm, anlässlich der Anhörung zur "Konversion von Komplex-Einrichtungen" im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags.

Inklusion (Bild: Lebenshilfe Bremen - Illustrator Stefan Albers vom Atelier Fleetinsel im Jahr 2013)

Inklusion (Bild: Lebenshilfe Bremen - Illustrator Stefan Albers vom Atelier Fleetinsel im Jahr 2013)

"Leben mittendrin" ermöglichen

"Ein Leben mittendrin war von Anfang an das Ziel der Lebenshilfe", erläutert Stamm. Deshalb begrüßt die Lebenshilfe Bayern, dass seit mehreren Jahren die Umwandlung von Komplex-Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen in kleinere Einheiten vorangetrieben wird. Erste Studien haben bereits gezeigt, dass eine Konversion nur gelingen kann, wenn es dafür ausreichend Finanzmittel gibt und der rechtliche Rahmen passt. Entscheidend ist außerdem, dass von Anfang an alle beteiligten Gruppen innerhalb und außerhalb der Einrichtung direkt einbezogen werden. Es gilt also, große Einrichtungen aufzulösen und gleichzeitig neue gemeinsame Sozialräume für Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit zu schaffen. Nur so kann Teilhabe und Inklusion nachhaltig im Gemeinwesen verankert werden.

Stellungnahme zur Anhörung

Die ausführliche Stellungnahme der Lebenshilfe Bayern zur Konversion von Komplex-Einrichtungen anlässlich der Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie des Bayerischen Landtags finden Sie hier. Die Anhörung soll am Donnerstag, 28. Januar 2021, von 10 bis 13 Uhr im Senatssaal des Landtages stattfinden. Als Sachverständiger der Lebenshilfe Bayern ist Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer dazu eingeladen.

Stellungnahme

Lebenshilfe-Landesverband Bayern

Unter dem Motto "Miteinander – Wir gestalten Teilhabe" setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband Bayern seit fast 60 Jahren als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Der Verband hat heute 160 Mitglieds-Organisationen, die über 40.000 Menschen mit Behinderungen unterstützen, fördern und begleiten. Die Lebenshilfe in Bayern hat ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut – mit etwa 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen. Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist seit 2001 Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung, als Fachverband und Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Medien-Mitteilung

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