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Erfolgreiche GF-Tagung 2026 der Lebenshilfe Bayern

Was bedeuten Entwicklungen bei Staatshaushalt und Sozialreform für die Eingliederungshilfe und was sind mögliche Strategien dazu? Darüber informierte und diskutierte die Lebenshilfe Bayern auf der Tagung 2026 für Geschäftsführungen und hauptamtliche Vorstände. Diese fand mit gut 75 engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Bamberg statt.

Auf dem Bild zu sehen ist ein Gastreferent mit Lebenshilfe-Vertretern. © Lebenshilfe Bayern - Anita Sajer
Freuten sich über den regen Austausch (von links nach rechts): Thomas Resch, Frank Guevara Pérez, Prof. Dr. Michael Spieker und Dr. Jürgen Auer (Foto: Lebenshilfe Bayern - Anita Sajer)
Bild zur Verabschiedung © Lebenshilfe Bayern - Anita Sajer
Thomas Resch (links) und Dr. Jürgen Auer (rechts) dankten Edith Dieterle herzlich für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. (Foto: Lebenshilfe Bayern - Anita Sajer)

Vielfältige Themen - engagierte Teilnehmende

Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer und das Team der Landesberatungsstelle konnten zum Themenkomplex “Rahmenbedingungen 2026: Haushaltsentwicklung, Sozialreform und strategische Konsequenzen” zwei ausgewiesene Experten gewinnen.

Für Vortrag und Diskussion war online zugeschaltet Martin Neumeyer, Vorsitzender der Landes-Arbeits-Gemeinschaft (LAG) Öffentliche und Freie Wohlfahrtspflege Bayern sowie langjähriger Landrat im Landkreis Kelheim. Persönlich bei der Tagung in Bamberg anwesend war Professor Dr. Michael Spieker von der Katholischen Stiftungshochschule München.

Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer führte davor ins Thema ein und gab einen allgemeinen Überblick zu Entwicklungen und Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene. Über die Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe der Freien Wohlfahrtspflege und der Bayerischen Bezirke referierte der Leiter der Landesberatungsstelle, Frank Guevara Pérez. Über das entsprechende Verhandlungsgeschehen bei der Umsetzung des Bundes-Teilhabe-Gesetzes (BTHG) informierten die Referentinnen Ursula Schulz (Recht) und Dr. Nadja Amler (Finanzen).

Anschließend diskutierten die Geschäftsführungen und hauptamtlichen Vorstände intensiv über mögliche, wirksame Strategien von Lebenshilfen in Bayern. Die Arbeitsgruppen zum Themenkomplex "Strategien zu Rahmenbedingungen 2026" wurden von Referentinnen und Referenten der Landesberatungsstelle moderiert.

Weitere Themen der Tagung waren:

  • BTHG-Umsetzung in Bayern: Überblick über die laufenden Verhandlungen der Rahmenleistungsvereinbarungen Aufsuchende Assistenz, Teilhabe am Arbeitsleben Heilpädagogische Tagesstätten und BIBay - Bedarfsermittlungs-Instrument Bayern. Es referierten: Ursula Schulz, Dr. Nadja Amler, Simon Britz, Stephan Mitesser, Sabine Klotz, Barbara Dengler.
  • Kindheit und Jugend: Recht auf Ganztagsförderung, Schulfinanzierung und Klassenbildung, Heimrichtlinie, BayKiBiG-Reform. Es referierten Sabine Klotz und Julia Klimsa.
  • Masterpläne: Selbstvertretung sowie Eltern und Angehörige. Es referierte Barbara Dengler.
  • Verbandsentwicklungsprozess: aktueller Stand und Vorhaben. Es referierte Frank Guevara Pérez.
  • Gremien und Ausschüsse: Besetzungen und Geschäftsordnungen auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene. Es referierte Frank Guevara Pérez.

Verabschiedung von Edith Dieterle

Die langjährige Geschäftsführerin der Lebenshilfe Starnberg, Edith Dieterle, will im Sommer 2026 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Deshalb wurde sie nun auf ihrer letzten GF-Tagung offiziell aus dem Kreise ihrer bayerischen Lebenshilfe-Kolleginnen und -Kollegen verabschiedet. 

Der Schatzmeister der Lebenshilfe Bayern und Geschäftsführer der Lebenshilfe Dillingen, Thomas Resch, sowie Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer dankten Edith Dieterle herzlich für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschten ihr alles erdenklich Gute für den neuen Lebensabschnitt.

Dokumentation im Netz

Die zweitägige Tagung 2026 der Lebenshilfe Bayern für Geschäftsführungen und hauptamtliche Vorstände fand am 23. und 24. März 2026 in Bamberg statt. Die Veranstaltung wurde geleitet von Landesgeschäftsführer Dr. Jürgen Auer und dem Leiter der Landesberatungsstelle Frank Guevara Pérez. 

Eine Dokumentation zur Tagung gibt es demnächst im Online-Mitgliederbereich, dort Materialien - Geschäftsstelle.

Team der Landesberatungsstelle

Die Landesberatungsstelle unterstützt und berät die Mitgliedsorganisationen des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern in konzeptionellen, organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Fragen. Darüber hinaus vertreten der Landesgeschäftsführer und die Fachreferentinnen und Fachreferenten der Landesberatungsstelle die Lebenshilfe Bayern in zahlreichen verbandsübergreifenden Gremien.

Das Team der Landesberatungsstelle: Dr. Nadja Amler, Referentin Finanzen/Entgelte, Simon Britz, Referent Wohnen, Barbara Dengler, Referentin Selbstvertretung, Marion Eckert, Referentin Recht, Frank Guevara Pérez, Leitung sowie Referent Grundsatzfragen, Julia Klimsa, Referentin Frühe Kindheit, Sabine Klotz, Referentin Kindheit und Jugend, Ellena Meier, Referentin Offene Hilfen, Stephan Mitesser, Referent Arbeit, Ursula Schulz, Referentin Recht.

Lebenshilfe-Landesverband Bayern: Teilhabe gestalten

Unter dem Motto “Miteinander – Wir gestalten Teilhabe” setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband seit 1962 als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Heute hat der Verband mit Sitz in Erlangen gut 160 Mitgliedsorganisationen. Diese unterstützen, fördern und begleiten über 50.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien.

Die Lebenshilfe Bayern hat ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut – mit etwa 1000 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen: Interdisziplinäre Frühförderstellen und Kindertageseinrichtungen, Förderschulen und Heilpädagogische Tagesstätten, Elternberatung, Wohnangebote und Werkstätten, Offene Hilfen und Familienentlastende Dienste, Kultur- und Freizeittreffs sowie Tagesstruktur für ältere Menschen mit Behinderungen.

Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist Staatsministerin a. D. Carolina Trautner. Sie ist Mitglied des Bayerischen Landtages (MdL). Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Eltern- und Angehörigenverband, als Selbsthilfe-Vereinigung, Fachverband und als Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Sie ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig.