Trautner: Ja zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Teilhabe ist Menschenrecht und Menschenrechte sind nicht verhandelbar. "Wir sagen Ja zur Teilhabe. Dafür braucht es ausreichend Geld und Fachkräfte in der Eingliederungshilfe. Hier steht die Politik in der Verantwortung. Denn Gleichstellung heißt, die uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen möglich zu machen. Darüber müssen wir reden!" Das betont die Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Carolina Trautner, erneut anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai.
© Aktion Mensch / Lebenshilfe Bayern
Teilhabe möglich machen –Gleichstellung voranbringen
Bereits in ihren aktuellen Resolutionen rief die Lebenshilfe Bayern Politik, Kostenträger und Kommunen dazu auf, im Gespräch zu bleiben und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gemeinsam voranzubringen.
Es geht darum, die Eingliederungshilfe dauerhaft, bedarfsgerecht und verlässlich zu finanzieren. Dafür müssen die öffentlichen Kostenträger natürlich ausreichend Geld von Bund und Land bekommen. Denn gesellschaftliche Teilhabe darf auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen nicht in Frage gestellt werden. Das heißt: Keine Kürzungen zulasten von Menschen mit Behinderungen und deren Familien.
Darüber hinaus nimmt die Lebenshilfe die Kommunen in die Pflicht. Denn das soziale Miteinander, Teilhabe und Inklusion, passieren ganz konkret und alltäglich da, wo Menschen wohnen, arbeiten, leben – also in den Kommunen, in den Städten, Dörfern und Siedlungen. Dort gilt es, wo immer möglich Barrieren abzubauen und die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien stetig zu verbessern.
Die Resolutionen gibt es auf dieser Website unter Papiere.
Aktion Mensch unterstützt Protesttag #5Mai
Die Veranstaltungen zum Europäischen Protesttag am 5. Mai werden bundesweit von der Aktion Mensch gefördert und unterstützt. Der Aktionszeitraum läuft vom 2. bis 10. Mai. Viele bayerische Lebenshilfen sind mit dabei. Eine Auswahl von Aktionen gibt es auf dieser Website unter Presse in der ersten Meldung zum 5. Mai 2026.
Weitere Informationen und (digitale) Materialien rund um den #5Mai gibt es bei Aktion Mensch.
Kampagne #TeilhabeIstMenschenrecht und Petition der Lebenshilfe
#TeilhabeIstMenschenrecht – so heißt die bundesweite Kampagne der Lebenshilfe. Die Lebenshilfe richtet sich dabei gegen einen drohenden Sozialabbau und fordert ein Bekenntnis der Bundesregierung zur uneingeschränkten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Zur Kampagne wurde die Petition "Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung" beim Deutschen Bundestag eingereicht. Auch der Lebenshilfe-Landesverband Bayern unterstützt die Aktion und ruft dazu auf, die Petition mitzuzeichnen. Sie läuft bis 25. Mai.
Weitere Informationen und (digitale) Materialien zur Kampagne samt Link zur Petition gibt es bei der Lebenshilfe-Bundesvereinigung.
Aktionswoche #OhneFachkräfteKeineTeilhabe der Fachverbände
Engagierte Fachkräfte sind für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarf unverzichtbar. Deshalb rief die Lebenshilfe Bayern gemeinsam mit anderen Verbänden auch in diesem Jahr zur bundesweiten Aktionswoche #OhneFachkräfteKeineTeilhabe auf. Dabei forderte sie die Politik dazu auf, die Ausbildung von Fachkräften zu fördern, gute Rahmenbedingungen für Einrichtungen und Dienste zu schaffen und die Finanzierung von Leistungen zu sichern. Mehr als 650 Organisationen, Einrichtungen und Ausbildungsstätten aus ganz Deutschland beteiligten sich vom 20. bis 24. April 2026 an der gemeinsamen Aktion der Fachverbände für Menschen mit Behinderung und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland e.V. (BAG HEP).
Lebenshilfe-Landesverband Bayern: Teilhabe gestalten
Unter dem Motto “Miteinander – Wir gestalten Teilhabe” setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband seit 1962 als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Heute hat der Verband mit Sitz in Erlangen gut 160 Mitgliedsorganisationen. Diese unterstützen, fördern und begleiten über 50.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien.
Die Lebenshilfe Bayern hat ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut – mit etwa 1000 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen: Interdisziplinäre Frühförderstellen und Kindertageseinrichtungen, Förderschulen und Heilpädagogische Tagesstätten, Elternberatung, Wohnangebote und Werkstätten, Offene Hilfen und Familienentlastende Dienste, Kultur- und Freizeittreffs sowie Tagesstruktur für ältere Menschen mit Behinderungen.
Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist Staatsministerin a. D. Carolina Trautner. Sie ist Mitglied des Bayerischen Landtages (MdL). Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Eltern- und Angehörigenverband, als Selbsthilfe-Vereinigung, Fachverband und als Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Sie ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig.
