Fachtagung zur beruflichen Bildung in Werkstätten
“Chancen schaffen - Teilhabe ermöglichen”. Das war das Motto einer gemeinsamen Fachtagung der LAG WfbM und der Lebenshilfe Bayern zur beruflichen Bildung in Werkstätten. Die zweitägige Tagung fand mit gut 150 engagierten Fachleuten in Landshut statt.
© Lebenshilfe Bayern
© Lebenshilfe Bayern - Stephan Mitesser
Infos, Impulse, Austausch
Über das große Interesse an der gemeinsamen Fachtagung freute sich das Tagungsteam rund um die beiden Tagungsleiter Hannes Müller von der Landes-Arbeits-Gemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) und Stephan Mitesser vom Lebenshilfe-Landesverband Bayern.
Für das umfangsreiche Tagungsprogramm mit Vorträgen und Workshops zum Thema “Berufliche Bildung in Werkstätten” konnten zahlreiche renommierte Fachkräfte gewonnen werden. Darüber hinaus hat der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Holger Kiesel, die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. Er nahm sowohl an der Eröffnungsrunde als auch an der Abschlussrunde der zweitägigen Fachtagung teil.
Bei der Eröffnung waren außerdem mit dabei: die stellvertretende Vorsitzende der LAG WfbM Bayern, Evi Feldmeier, die Vorsitzende der Werkstatträte Bayern, Elisabeth Kienel, die Leiterin des Fachbereichs “Berufseinstieg und Teilhabe” bei der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Yvonne Schellin, sowie der Leiter des Referats Soziales beim Bayerischen Bezirketag, Jakob Wild.
Bei der Abschlussrunde diskutieren die beiden stellvertretenden LAG-Vorsitzenden, Evi Feldmeier und Dieter Körber, mit Schirmherr Holger Kiesel.
Moderiert wurde die Tagung von Ann-Christin Hoyer. Die Beraterin und Coach war unter anderem Veranstaltungsleiterin der Werkstätten-Messe in Nürnberg.
Vorträge und Workshops
Es gab folgende Vorträge:
- Über “(Bundesweite) Perspektiven zur beruflichen Bildung” sprach Dr. Oliver Gosolits vom Vorstand der Bundes-Arbeits-Gemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM).
- Das “Fachkonzept Eingangsverfahren Berufsbildungsbereich der Bundesagentur für Arbeit” stellten vor Yvonne Schellin, Leiterin Fachbereich “Berufseinstieg und Teilhabe”, Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, und Melanie Buckel, Operativer Service, Bundesagentur für Arbeit.
- Über “Auswirkungen des Berufsbildungs-Validierungs- und -Digitalisierungs-Gesetzes (BVaDiG)” informierte Ines Schuster, Referentin Berufliche Bildung, BAG WfbM.
- “Regionale Bildungsabschlüsse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bayern mit landesweit einheitlichen Abschlusstests” stellten vor Bernd Rehorz, Bereichsleitung Berufliche Bildung a. D., Industrie- und Handelskammer für Oberfranken, und Doreen Dietmann, Koordinatorin netZ, Lebenshilfe Bamberg.
Es gab folgende Workshops:
- “BÜWA, Budget für Arbeit, Budget für Ausbildung, Qualifizierungsbeauftragter (RLV) - Es tut sich was in Bayern?” mit Hannes Müller, Geschäftsführer der LAG WfbM Bayern, und Boris Ventimiglia-Jahn, Leiter Lern- und Ausbildungszentrum, Lebenshilfe Bayern Mitte GmbH.
- “Inklusionsunternehmen: Was die Branche beschäftigt. Ausblicke, Chancen” mit Klaus Meyer zu Brickwedde, Referent BAG Inklusionsfirmen.
- “Wirtschaft inklusiv – im Austausch mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. und der bfz gGmbH” mit Dr. Lisa Hartmann, Referentin vbw, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, und Catharina Raubal, Leiterin Produktmanagement Rehabilitation, bfz gGmbh.
- “Bildung ohne Grenzen - gleiche Chancen für alle!” mit Bianca Hanselmann, Bezirkssprecherin Oberpfalz, LAG Werkstatträte Bayern und Detlef Oetting, Vertrauensperson.
- “KI – Chancen und Möglichkeiten für berufliche Bildung und Teilhabe” mit Professor Dr. Christian Langenbach, Leiter Berufsbegleitender Bachelor Betriebswirtschaft, Technische Hochschule Nürnberg.
- “Wirkung und Wirksamkeit in der Eingliederungshilfe – Erfahrungen und Perspektiven für die Praxis” mit Sebastian Ottmann, Leitung Kompetenzzentrum Wirkungsorientierung in der sozialen Arbeit, Evangelische Hochschule Nürnberg, und Claudia Gander, Fachreferentin, Lebenshilfen Mittelfranken.
- “´Ohne Moos nichts los`: Förderlandschaft - Inklusiver Arbeitsmarkt u.a. Aktion Mensch" mit Stephan Mitesser, Fachreferent Arbeit, Lebenshilfe-Landesverband Bayern.
- “Bildung für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf" mit Ines Schuster, Referentin Berufliche Bildung, BAG WfbM.
- "Wie schaut ein Inklusiver Arbeitsmarkt für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf aus?” mit Heike Zitzelsberger, Leitung Förderstätte, Lebenshilfe Erlangen, Angela Becker, Bereichsleitung Förderung und Assistenz, Lebenshilfe Werkstatt München, und Wibke Juterczenka, Leitung Auf Achse, Leben mit Behinderung Hamburg.
- “Zukunft arbeitsmarktnahe Bildung: Zertifizierte Vielfalt in der beruflichen Bildung” mit Doreen Dietmann, Koordinatorin netZ, Lebenshilfe Bamberg, Madeleine Leube, Leitung Teilhabe Arbeit/Bildung/Inklusion, Mainfränkische Werkstätten, und Martin Neumann, Leitung Bildung, Mainfränkische Werkstätten.
- “Digitalisierung in der Beruflichen Bildung - KI und PaViVet” mit Matthias Laue, Werkstattleitung, Regnitz-Werkstätten, Roberto Wagner und Robert Formella, Digitalisierung, Regnitz-Werkstätten, sowie Markus Beck, Mitarbeiter Sozialdienst, KJF-Werkstätten.
Kooperation mit LAG WfbM
Die Fachtagung zur “Beruflichen Bildung in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Bayern” wurde gemeinsam von der LAG WfbM und dem Lebenshilfe-Landesverband Bayern veranstaltet. Sie fand am 11. und 12. November 2025 im ta.la Tagungszentrum in Landshut statt. Die Tagung richtete sich insbesondere an Fach- und Leitungskräfte aus Werk- und Förderstätten in Bayern.
Die LAG WfbM und die Lebenshilfe in Bayern arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen. Sie setzen sich für die Teilhabe am Arbeitsleben und die berufliche Bildung von Menschen mit Behinderungen ein.
Dem LAG-Vorstand gehören unter anderem mehrere gewählte und entsandte Lebenshilfe-Vertreter an. LAG-Vorsitzender ist Peter Pfann, geschäftsführender Vorstand der Lebenshilfe Forchheim. Einer der beiden stellvertretenden LAG-Vorsitzenden ist Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten GmbH. Für den Lebenshilfe-Landesverband Bayern wurde Fachreferent Arbeit, Stephan Mitesser, in den LAG-Vorstand entsandt.
Arbeit und Beschäftigung bei der Lebenshilfe
In Bayern gibt es 38 Lebenshilfe-Träger von Werkstätten mit 178 Standorten, 20 Lebenshilfe-Träger von Inklusionsunternehmen mit 27 Standorten und 46 Lebenshilfe-Träger von Förderstätten mit 58 Standorten.
Die Werkstätten bieten rund 17.660 Plätze an, die Inklusionsunternehmen 190 und die Förderstätten knapp 1.940 Plätze.
(Alle Zahlen zum Stichtag 31.12.2024).
