Die Betreuungsvereine der Lebenshilfen in Bayern übernehmen rechtliche Betreuung vor allem dann, wenn es keine geeigneten Angehörigen oder sonstige ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer gibt.

Eine Vereinsbetreuung wird durch das jeweils zuständige Betreuungsgericht bestellt, das eine Abteilung des Amtsgerichts ist. Der Verein bestimmt eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter, die oder der die rechtlichen Betreuungen dann berufsmäßig ausübt.

Betreuungsvereine müssen mehrere Voraussetzungen erfüllen, um anerkannt zu werden:

  • Es muss sich um einen rechtsfähigen Verein handeln, der ausreichend viele geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen beaufsichtigt, weitergebildet und versichert werden. Auch muss ihnen ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch ermöglicht werden.
  • Zusätzlich muss der Betreuungsverein sich planmäßig bemühen, ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer zu gewinnen.
  • Außerdem informiert er über Betreuungsverfügungen und Vorsorgevollmachten.

Besonders wichtig ist darüber hinaus die Beratung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer in Fragen rund um das Betreuungsrecht. So werden Angehörige und sonstige Ehrenamtliche dabei unterstützt, ihre behinderten Angehörigen auch weiterhin rechtlich selbst zu betreuen. Die Beratung kann individuell oder durch größere Informationsveranstaltungen erfolgen.

Die »Lebenshilfe-Vereinigung in Ihrer Nähe informiert sie gerne ausführlich über das vorhandene Angebot. Dort erhalten Sie auch die Adresse des nächsten Betreuungsvereins.

Rechts unter "Infos in aller Kürze" gibt es außerdem einen Link zur Liste der Lebenshilfe-Träger in Bayern, die diese Einrichtung anbieten.